Chronometer

Chronometer – Was ist das?

Unter einem Chronometer (altgriechisch chrónos „Zeit“ und métron „Maß“) versteht man eine besonders präzise und genaue Uhr, die früher neben ihrem klassischen Einsatz zur Zeitbestimmung auch zur Navigation auf Schiffen und Flugzeugen verwendet wurde.

 

Chronometer vs. Chronograph:  Was kann ein Chronometer?

Diese beiden Begriffe werden von vielen, die sich nicht täglich mit dem Thema „Uhren“ auseinandersetzen gerne verwechselt. Aus diesem Grund wollen wir die beiden Begriffe hier etwas genauer erklären und eine genaue Abgrenzung zwischen Chronometern und Chronographen machen. Trotz des recht ähnlichen Wortstammes zeigen beide Begriffe sehr unterschiedliche Merkmale einer Uhr auf.

 

Chronometer – Armbanduhr mit äußerster Präzision

Chronometer LuxusuhrFrüher wurde der Begriff des Chronometers vor allem für in der Seefahrt eingesetzte Instrumente zur Positionsbestimmung verwendet. Später dann auch für Uhren. Die Präzision der heutigen Chronometer rührt von deren vormaliger Verwendung zur Positionsbestimmung, wo Genauigkeit eine der wichtigsten Anforderungen war. Mittlerweile wird der Begriff auch außerhalb der Schifffahrt und vor allem auch im Bereich der Uhrmacherei verwendet.

Ein Chronometer bezeichnet demnach vor allem jene Uhren, deren Schweizer Uhrwerk die Ganggenauigkeitsprüfung des unabhängigen Observatoriums COSC bestanden hat und somit diese Auszeichnung auch offiziell tragen darf. Chronometer erhalten nach erfolgreicher Prüfung einen Gangschein und dürfen den Schriftzug „Chronometer“ gemäß Zertifizierung führen. Vor allem Uhren aus dem Luxusuhren-Segment wie Rolex, Omega und Breitling dürfen als Chronometer bezeichnet werden.

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Chronograph – Armbanduhr mit Stoppfunktion

Unter einem Chronographen (auch Chronograf; aus dem griechischen chrónos „Zeit“ und dem Wort gráphen „schieben“) versteht der Fachmann heutzutage Armbanduhren, insbesondere analoge Uhren, mit einer zusätzlichen Stoppfunktion. Armbandchronographen zeichnen sich vor allem durch zwei zusätzliche neben der Krone angebrachte Drücker und meist 2-3 zusätzliche Ziffernblätter (sogenannte Totalisatoren) auf dem Hauptziffernblatt aus. Auf diesen können bei einem Stoppvorgang die Minuten und Sekunden festgehalten werden.

Sonderformen von Chronographen

  • Rattrapante (auch Schleppzeiger-Chronograph)

Bei dieser Sonderform des Chronographen handelt es sich um eine Uhr, bei der ein mitlaufender zweiter Sekundenzeiger auf Knopfdruck angehalten werden kann, um eine Zwischenzeit zu nehmen. Nach Loslassen des Sekundenzeigers springt der Schleppzeiger wieder zur Normalanzeige zurück.

  • Fliegeruhr

Ebenso eine Sonderform des klassischen Chronographen stellt die sogenannte Fliegeruhr dar. Bei den Fliegerchronographen handelt es sich um Uhren, die eine besonders gute Ablesbarkeit der Uhrzeit ermöglichen sollen. Dies soll unter anderem durch klare Linienführung und unverschnörkeltes sowie schlichtes Design ohne aufwendige Verzierungen garantiert werden. Da sie oft im Stile von Cockpit-Armaturen oder inspiriert durch andere Bordinstrumente von Flugzeugen designt wurden, haben sie den Namen „Fliegeruhren“ erhalten. Zusätzlich zeichnen sich hochwertige Fliegeruhren im hochpreisigen Segment durch besondere Widerstandsfähigkeit und Unterdruckfestigkeit aus, sodass sie auch bei starken Vibrationen, Stößen und Beschleunigungen sowie hohen G-Zahlen ohne Beeinträchtigungen funktionieren.

 

Geschichte der Chronometer

Uhrmacher Chronometer

Ihren Anfang nahm die Entwicklung hochwertiger und besonders präziser Uhren als sich der Tischler und autodidaktische Uhrmacher John Harrison mit dem Problem der Lösung des Längenproblems auseinandersetzte. Im Jahre 1714 hatte die britische Regierung einen hohen Preis für die Lösung des Problems ausgesetzt. Gesucht wurde nach einer Methode zur genauen Bestimmung der aktuellen Position auf See. Harrisons Lösung die aktuelle geografische Lage mittels einer Räderuhr zu bestimmen, brachte ihm viele Missgunst bei Astronomen und Wissenschaftlern ein, die nach anderen Lösungsansätzen wie der Bestimmung der Monddiststanz und dem Erdmagnetfeld suchten. Das von Harrison entwickelte System war zwar erfolgreich, allerdings zu teuer, um serienmäßig eingesetzt zu werden. Schlussendlich wurde das System von Harrison allerdings im Jahre 1778 vom Uhrmacher John Arnold weiterentwickelt. Der Begriff Chronometer war geboren.

In Deutschland wurden vergleichbare Chronometer erst relativ spät entwickelt. Erstmals gelang dies dem Deutschen Christian Friedrich Tiede im Jahre 1880. Eine Serienproduktion gab es in Deutschland erst im Zuge des 2. Weltkrieges in den 1940er Jahren, wo man viele Uhrmacher zur Chronometer-Fertigung zwangsverpflichtete. Zentren des deutschen Chronometerbaus waren Hamburg und Altona, Bremen und Glashütte.

 

Chronometerprüfung des Observatoriums COSC

Wie bereits weiter oben erwähnt dürfen nur jene Uhren die Gütebezeichnung Chronometer verwenden, deren Schweizer Uhrwerk einer Prüfung des unabhängigen Schweizer Observatoriums COSC (Contrôle officiel suisse des chronomètres) nach Regeln des NIHS 95-95-11 / ISO 3159 standhielt.

Wurde die jeweilige Uhr geprüft und hat sie den Test bestanden, graviert der Uhrmacher normalerweise den Schriftzug Chronometer ein. Außerdem erhält der Uhrmacher für das jeweilige Uhren-Modell ein Zertifikat, welches die Ganggenauigkeit bescheinigt.

 

Prüfkriterien für Chronometer:

Mittlerer täglicher Gang (M): Toleranz -4 bis +6 Sekunden/ Tag

Mittlere tägliche Gangabweichung (V): Toleranz max. 2 Sekunden/ Tag

Größte Gangabweichung (Vmax): Toleranz max. 5 Sekunden/ Tag

Gangstabilität: Toleranz max. 0,05 Sekunden/ Tag

Temporärer Effekt mechanischer Erschütterungen: Toleranz max. 0,05 Sek/ Tag

 

Chronometerprüfung in Deutschland

Seit Kurzem – genauer gesagt seit dem Jahr 2006 – gibt es auch in Deutschland eine offizielle Prüfstelle für Chronometer. In der von Uhrenhändler Wmpe KG betriebenen Sternwarte Wempe Glashütte können zertifizierte Chronometerprüfungen durchgeführt werden. Die Grenzwerte für die Zertifizierungen entsprechen jenen der Schweizer Bestimmungen. Unterschiede zu den Kriterien für eine erfolgreiche Zertifizierung gibt es lediglich bei Quarzuhren.

Hier die Prüfkriterien zur Chronometerprüfung für Quarzuhren:

Mittelwert des täglichen Ganges (G d): Toleranz -0,3 ≤ G(d) ≤ 0,1 s/Tag

Standardabweichung des täglichen Ganges (S G): Toleranz S(G) ≤ 0,3 s/Tag

Temperaturkoeffizient C(1): Toleranz -0,04 ≤ C(1) ≤ 0,13 s/(Tag K)

 

Anders als bei den Schweizer Kollegen werden bei der deutschen Prüfung die komplett montierten Armbanduhren getestet. Allerdings sind die getesteten Stückzahlen im Vergleich zur COSC viel geringer.

 

Einzelne Chronometer im Test:

Tissot T-Classic Luxury Automatic COSC Chronometer

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1 Tissot T-Classic Luxury Automatic T086.407.16.031.00 Tissot T-Classic Luxury Automatic T086.407.16.031.00 Aktuell keine Bewertungen 645,00 EUR

Beim Tissot T-Classic Chronometer handelt es sich um ein Modell des Schweizer Uhrenmachers Tissot bestehend aus einer analogen Anzeige geschützt durch hochwertiges Saphirglas und einem Gehäusedurchmesser von 41 Millimetern. Mit 82 Gramm zählt dieser Chronometer zu einem echten Leichtgewicht unter den Luxusuhren und besticht dank seiner schlichten Eleganz mit zeitlosem Design. Aufgrund dieses klassischen Looks passt der Chronometer zu jedem Outfit – egal, ob elegant, klassisch oder legere.

Dieser Chronometer verfügt über ein Automatik-Uhrwerk, welches keine Batterien benötigt. Es wird durch die Bewegung des Armes angetrieben. Ebenso kann es durch Aufziehen der Krone angetrieben werden.

 

TAG Heuer Herren-Armbanduhr

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1 TAG HEUER FORMULA 1 HERREN 41MM SAPHIRGLAS DATUM UHR WAZ1110.BA0875 TAG HEUER FORMULA 1 HERREN 41MM SAPHIRGLAS DATUM UHR WAZ1110.BA0875 1 Bewertungen 997,44 EUR

Bei diesem Chronometer mit Edelstahl-Armband aus dem Hause TAG Heuer handelt es sich um ein besonders hochwertig verarbeitetes Modell bestehend aus kratzfestem Saphirglas mit Gerätedurchmesser von 42 Millimeter und einem Gewicht von 159 Gramm. Angetrieben wird der TAG Heuer Chronometer von einem Quarz-Uhrwerk.

Die Armbandfarbe ist Silber, das Ziffernblatt hingegen schwarz.

 

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